Aktuell
3. August 2013 von 11–15 Uhr
Literaturwanderung
Landschaft lesen – mit Franz Hohler
Franz Hohler liest!
Der Verein „hexperimente – die bühne im avers” startet eine neue Reihe: Landschaft lesen.
Bekannte Schriftstellerinnen und Schriftsteller lesen im Avers ihre Texte vor – unter Bäumen, auf Wiesen, in Ställen oder auf Felsen. Den Auftakt macht Franz Hohler.
Am 3. August 2013 von 11–15 Uhr wandern wir von Avers–Cresta nach Cröt und hören Texte übers Avers von Franz Hohler (Zürich, Avers). Zum Abschluss gibt’s ein Maränd bei Bruno und Paula Loi.
Die Reihe „hexperimente” macht dieses Jahr Pause.
Nächstes Jahr wird die Reihe fortgeführt u.a. mit den „Nachbarn” aus Wien.
Reservation unerlässlich.
Mehr dazu auf:
www.hexperimente.chRadio aktuell
„Zwei Liebhaber des Schattens“ von Alberto Manguel
52 Beste Bücher, Sonntag, den 17. März 2013, 11.03, Radio SRF 2 Kultur
Der Schriftsteller Alberto Manguel gilt als literarischer Experte fürs Lesen. Sein Buch „Eine Geschichte des Lesens“ war ein Welterfolg. Mit seiner Neuerscheinung „Zwei Liebhaber des Schattens“ wird er zum Meister des Obskuren. Das Buch versammelt zwei Kurzromane: Im ersten verfällt ein Bademeister der menschlichen Haut, im zweiten kehrt ein ehemaliger Revolutionär aus dem Exil in ein kafkaeskes Buenos Aires zurück. Dem Autor gelingt das Porträt zweier einsamer Männer, gefangen von Leidenschaft und Erinnerung. Alberto Manguel im Gespräch mit Ina Boesch.
www.srf.chMarx – prophetisch oder rückwärtsgewandt?
Themenmorgen auf Radio SRF 2 Kultur
Karl Marx hat vorgedacht, was sich heute im Kapitalismus abspielt, meint der Philosoph Christoph Henning. Im Gegenteil, sagt der Historiker Jonathan Sperber: Marx war rückwärtsgewandt und kein Prophet. Zwei Perspektiven auf Marx – aus Anlass des 130. Todestags.
Mensch Marx
Kontext, 14. März, 09:00, Radio SRF 2 Kultur
Der amerikanische Historiker Jonathan Sperber stutzt in seiner brandaktuellen Biografie Karl Marx auf ein menschliches Mass zurecht. In seinen Augen war Marx war eine historische Gestalt einer verflossenen Epoche, ein Wissenschaftler, der die Gegebenheiten des 19. Jahrhunderts schlicht in die Zukunft projizierte. Weder als Theoretiker noch als Revolutionär vermag er zu überzeugen, behauptet Sperber im Gespräch mit Ina Boesch.
www.srf.chMarx und die Vampire
Reflexe, 14. März, 10:00, Radio SRF 2 Kultur
Marx´ Analyse des Kapitalismus ist nach wie vor aktuell: Er hat die Vampire ins Zentrum des heutigen Kapitalismus gestellt. Marx hat gern mit dem Bild des Vampirs gearbeitet. Was der marxsche Vampir mit den heutigen Verhältnissen zu tun hat, erklärt der Philosoph Christoph Henning anhand von Vampirfilmen in einer Sendung von Ina Boesch.
www.srf.chAusnahmezustand, Reportagen von Navid Kermani
Reflexe, Montag, 25. Februar 2013, 10.00-10.30 Uhr, SRF 2 Kultur
Die tagesaktuelle Berichterstattung aus Krisenregionen blendet meist die Lebensumstände der dort lebenden Menschen aus. Ganz anders verfährt der iranisch-deutsche Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani: Er hat die Sufis in Pakistan besucht, ist mit den Landlosen durch Indien gezogen, war bei der Niederschlagung der Massenproteste in Teheran dabei und hat in Syrien mit Ärzten gesprochen. Seine poetischen Reportagen lassen uns einzelne Schicksale hinter den Schlagzeilen sehen. Navid Kermani ist zu Gast bei Ina Boesch.
www.srf.chDas Schweigen brechen
Reflexe, 4. Februar 2013, 10.00-10.30 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
In Israel ist die Armee eine heilige Kuh. Wer sie kritisiert, gilt als Verräter. Dennoch brechen immer mehr ehemalige Soldaten ihr Schweigen und erzählen, wie sie in den besetzten Gebieten Palästinenser systematisch misshandelt haben. Die Augenzeugenberichte der Organisation "Breakting the Sielende" sind nun in einem Buch erschienen. Deren Geschäftsführerin Dana Golan ist zu Gast bei Ina Boesch.
www.srf.chTexte aktuell
Gekrönt und geschönt
Von Ina Boesch
Als Princess Diana 1997 nach ihrem tragischen Unfalltod zu Grabe getragen wurde, sass über eine Milliarde Menschen vor dem Fernseher, und manch ein Antimonarchist musste eine Träne verdrücken. Bass erstaunt über die Wogen der Emotion begann sich der Historiker Alexis Schwarzenbach systematisch mit der Frage auseinanderzusetzen, warum die Schicksale gekrönter Häupter die Menschen immer noch bewegen.
Mehr dazu in: „Bücher am Sonntag “, Januar 2013
Ebenso lebendig wie geschichtsträchtig
Von Ina Boesch
Die „Vorbemerkung“ ist eine Liebeserklärung an Berlin. Sie sei von Berlin „berührt“, bekennt die Schriftstellerin Ilma Rakusa auf der ersten Seite , „gerade weil die Stadt weh tut“. Weil Geschichte nicht „wegretuschiert“ wird. Weil Berlin ein „Scharnier zwischen Ost und West“ ist. Und wegen seiner Vitalität: „Mit Phantasie werden triste Höfe umgenutzt, Brachen bebaut, marode Räume in quirlige Galerien verwandelt.“ Tatsächlich ist es dieser lebendige, widerspenstige und geschichtsträchtige Charakter, der für viele treue Besucher den unwiderstehlichen Charme Berlins ausmacht. Hoch sind dementsprechend die Erwartungen an die Lektüre des Journals, das die Autorin während ihres Berlinaufenthalts (Oktober 2010 bis Juli 2011) als Fellow am Wissenschaftskolleg geführt hat.
Mehr dazu in: „Bücher am Sonntag “, Februar 2013