Marleen – Annäherung an einen fatalen Irrtum der Medizin

Die Lobotomie gehört zu den düsteren Kapiteln der Medizingeschichte. Mitte des 20. Jahrhunderts verfielen Chirurgen auf die Idee, den Wahnsinn mit dem Skalpell zu bekämpfen. Mit zweifelhaftem Ergebnis: Der Schnitt ins Gehirn stellte viele psychisch Kranke ruhig, ohne sie zu heilen. Zehntausende wurden Opfer des Experiments, vor allem Frauen. Marleen war eine von ihnen. Durch einen glücklichen Zufall stiess Ina Boesch auf die Akte ihrer Tante. Feinsinnig erkundet sie die seelischen Brüche und findet dafür intensive Bilder.

Ein persönliche Annäherung an einen fatalen Irrtum der Medizin. 

Verlag HIER UND JETZT, Zürich 2026. Gestaltung: Naima Schalcher.


«Marleen. Von der Chirurgie des Wahns» ist ein feinfühliges und zugleich beklemmendes Buch. Ina Boesch gelingt es, über ihre Annäherung an dieses persönliche Frauenschicksal einen abgrundtiefen Einblick in die Psychiatriegeschichte zu geben.» Irene Grüter in Kulturkompakt Radio SRF2 Kultur.

Die Zürcher Journalistin und Autorin Ina Boesch erzählt an einem Beispiel aus ihrer Familie, was die Lobotomie für Betroffene bedeutete. "Marleen. Von der Chirurgie des Wahns", so heisst ihr neues Sachbuch, das Irene Grüter gelesen hat. Hier zuerst ein Zitat daraus:

Buch «Marleen. Von der Chirurgie des Wahns», von Ina Boesch

«Es ist ein eindringliches Buch, in dem sich Boesch mit inneren Zwiegesprächen direkt an Marleen wendet, ihre eigenen Gedanken und Gefühle bei der Recherche schildert und den Leidensweg ihrer Tante gekonnt mit der dunklen Psychiatriegeschichte der 1940er- und 1950er-Jahre verwebt.» Annika Bangerter in «Schweiz am Wochenende» vom 23. Mai 2026.

«Mit dem Bohrer gegen Schizophrenie»

«Ina Boesch recherchiert das Schicksal ihrer Tante und den Aufstieg der Lobotomie als Historikerin, aber auch als Nichte. Dieser doppelte Blick, zwischen Recherche und Einfühlung pendelnd, macht ihren Bericht zu einer erschütternden Lektüre.» läu. in NZZ Geschichte, Mai 2026

Mit einer Nadel ins Hirn